Nachschlagen statt anfragen

Was kostet ein Imagefilm?

Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an, und zwar auf acht Dinge, die sich benennen lassen. Diese Seite erklärt sie, nennt realistische Spannen und sagt auch, wann sich ein Film schlicht nicht lohnt. Ohne Formular, ohne E-Mail-Abfrage.

Was den Preis treibt

Wenn zwei Angebote für „einen Imagefilm“ um den Faktor fünf auseinanderliegen, liegt das fast nie an der Marge. Es liegt daran, dass unterschiedliche Dinge angeboten werden. Diese acht Posten erklären praktisch jeden Preisunterschied.

  1. 01

    Drehtage

    Der größte einzelne Posten. Ein Drehtag bindet Personal, Technik und Anfahrt, und er ist der Grund, warum zwei Tage fast doppelt so viel kosten wie einer. Beim Golfplatz kommt dazu: Licht am Morgen und am Abend ist das schönste, aber es lässt sich nicht beliebig verlängern.

  2. 02

    Wie viele Menschen am Set stehen

    Eine Person, die dreht, schneidet und die Drohne fliegt, kostet ein Vielfaches weniger als ein Team aus Kamera, Ton, Licht und Regie. Beides hat seine Berechtigung. Für einen Golfclub ist ein kleines Setup fast immer das richtige, weil der Platz die Hauptrolle spielt und nicht die Inszenierung.

  3. 03

    Konzept und Drehbuch

    Ein Film, der eine Geschichte erzählt, braucht Vorlauf: Gespräche, ein Konzept, ein Drehplan. Das kostet Zeit, bevor die erste Kamera läuft. Ein reiner Stimmungsfilm ohne Handlung ist deutlich günstiger, wirkt aber auch beliebiger.

  4. 04

    Drohnenaufnahmen

    Technisch längst Standard, rechtlich nicht. Für die meisten Anlagen brauchen Sie einen Fernpiloten mit gültigem Nachweis und eine Versicherung, je nach Lage auch eine Aufstiegsgenehmigung. Wer das sauber macht, kalkuliert es ein. Wer es nicht einkalkuliert, macht es vermutlich nicht sauber.

  5. 05

    Sprecher, Musik und Lizenzen

    Ein professioneller Sprecher und lizenzierte Musik kosten überschaubar, sind aber echte Posten. Wichtig ist die Lizenzdauer: Musik, die nur ein Jahr lizenziert ist, macht Ihren Film nach zwölf Monaten zum Problem.

  6. 06

    Schnitt und Fassungen

    Der Schnitt dauert regelmäßig länger als der Dreh. Und der Preis hängt stark daran, wie viele Fassungen Sie bekommen: Ein Hauptfilm plus fünf Kurzformate für Social Media ist deutlich mehr Arbeit als nur der Hauptfilm, bringt im Alltag aber meist mehr.

  7. 07

    Nutzungsrechte

    Der Punkt, der am häufigsten übersehen wird und am teuersten wird, wenn er fehlt. Zeitlich und räumlich unbeschränkte Rechte kosten mehr als eine Lizenz für zwölf Monate Website. Klären Sie das schriftlich, bevor gedreht wird, nicht danach.

  8. 08

    Anfahrt und Wartezeit

    Bei Anlagen außerhalb des Einzugsgebiets kommen Fahrt und gegebenenfalls Übernachtung dazu. Und Wetter: Wer für Sonnenaufgang anreist und Nebel vorfindet, muss wiederkommen. Seriöse Angebote regeln vorher, wer dieses Risiko trägt.

Realistische Größenordnungen

Die folgenden Spannen sind Marktbeobachtungen für den deutschsprachigen Raum, netto und ohne Aufschläge für erweiterte Nutzungsrechte. Sie sind kein Angebot, sondern eine Orientierung, damit Sie einschätzen können, ob ein Angebot auf Ihrem Tisch plausibel ist.

  • Schlanker Stimmungsfilm

    rund 2.000 bis 5.000 €

    Ein Drehtag, eine Person, kein Drehbuch, Musik statt Sprecher, ein bis zwei Fassungen. Für viele Clubs der realistische Einstieg.

  • Imagefilm mit Konzept

    rund 5.000 bis 15.000 €

    Ein bis zwei Drehtage, vorbereitetes Konzept, Menschen im Bild, Drohne, Sprecher, Hauptfilm plus Kurzfassungen.

  • Aufwendige Produktion

    ab etwa 15.000 €

    Mehrere Drehtage, größeres Team, Darsteller, Animation oder Motion Design. Im Golfbereich selten nötig.

Auffällig günstige Angebote sind selten unseriös, sie sind meist einfach etwas anderes: weniger Drehzeit, kein Konzept, eingeschränkte Nutzungsrechte. Das kann genau richtig sein. Man sollte nur wissen, was man vergleicht.

Was üblicherweise enthalten ist

Sollte drinstehen

  • Vorgespräch und Konzept in dem Umfang, der zum Film passt
  • Dreh inklusive Kamera-, Ton- und Lichttechnik
  • Schnitt, Farbkorrektur und Tonmischung
  • Lizenzierte Musik für die vereinbarte Nutzungsdauer
  • Eine Korrekturschleife auf die Schnittfassung

Kostet in der Regel extra

  • Zusätzliche Drehtage, wenn das Wetter einen Termin unbrauchbar macht
  • Weitere Korrekturschleifen über die vereinbarte hinaus
  • Nachträgliche Formate, die im Angebot nicht standen
  • Werbebudget für die Ausspielung des Films
  • Erweiterte Nutzungsrechte, etwa für TV oder bezahlte Kampagnen

Die eine Frage, die Sie jedem Angebot stellen sollten: Wie lange und wofür darf ich den Film nutzen? Steht die Antwort nicht im Angebot, steht sie später im Streit.

Und beim Golfclub?

Ein Golfplatz ist ein dankbares Motiv und ein schwieriges zugleich. Dankbar, weil er bei tiefem Licht kaum schlecht aussehen kann. Schwierig, weil genau dieses Licht morgens und abends je etwa eine Stunde zur Verfügung steht, weil Spielbetrieb läuft und weil das Wetter nicht verhandelbar ist.

Deshalb ist bei Clubs fast immer ein kleines, bewegliches Setup sinnvoller als ein großes Team: Wer allein arbeitet, kann auf das Licht warten und spontan losziehen, wenn es passt. Und deshalb lohnt es sich, Foto und Video am selben Tag zu produzieren statt getrennt. Der teure Teil ist nicht die Kamera, sondern der Tag.

Ehrlich bleibt aber auch: Ein Film ist selten das Erste, was ein Club braucht. Wenn die Website von 2015 ist und das Google-Profil letztes Jahr zuletzt ein Foto gesehen hat, bringt ein Imagefilm wenig, weil ihn niemand findet. Erst die Grundlagen, dann der Film. Genau dafür gibt es den Digital-Check.

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Häufige Fragen zu Imagefilm-Kosten

Was kostet ein Imagefilm für einen Golfclub konkret?

Für einen schlanken Stimmungsfilm mit einem Drehtag liegen im Markt rund 2.000 bis 5.000 € netto an. Ein Imagefilm mit Konzept, Drohne und mehreren Fassungen bewegt sich meist zwischen 5.000 und 15.000 €. Was für Ihren Club sinnvoll ist, hängt weniger vom Budget ab als davon, was der Film leisten soll.

Warum unterscheiden sich Angebote so stark?

Weil sehr Unterschiedliches im Wort Imagefilm steckt. Vergleichbar werden Angebote erst, wenn Drehtage, Teamgröße, Anzahl der Fassungen und vor allem die Nutzungsrechte darin stehen. Fehlt einer dieser Punkte, vergleichen Sie zwei verschiedene Dinge.

Wie lange dauert die Produktion?

Von der Anfrage bis zum fertigen Film liegen in der Regel vier bis acht Wochen. Der Dreh selbst ist ein bis zwei Tage, der größere Teil ist Vorbereitung und Schnitt. Wetterabhängige Aufnahmen können den Zeitraum verlängern.

Wann lohnt sich ein Imagefilm für einen Golfclub?

Wenn er arbeiten darf. Ein Film, der nur auf der Startseite liegt, rechnet sich selten. Einer, der zusätzlich in Kurzfassungen auf Social Media läuft, in Anzeigen eingesetzt wird und bei Anfragen mitgeschickt wird, meistens schon.

Brauchen wir für Drohnenaufnahmen eine Genehmigung?

Es kommt auf die Lage an. Der Fernpilot braucht in jedem Fall einen gültigen Nachweis und eine Versicherung. Je nach Umgebung, etwa in der Nähe von Flughäfen oder Naturschutzgebieten, kommt eine Aufstiegsgenehmigung dazu. Das gehört in die Planung, nicht an den Drehtag.

Was ist wichtiger, Film oder Fotos?

Für die meisten Clubs zuerst Fotos. Sie werden häufiger gebraucht, altern langsamer und lassen sich überall einsetzen. Ein Film entfaltet seine Wirkung, wenn die Grundlagen stehen: aktuelle Website, gepflegtes Google-Profil, brauchbares Bildmaterial.

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